03
Inhalt
Kultur Quartier: Innenausbau
4-5
Budget 2017 und die Schwerpunkte
6-8
Die neue Polytechnische Schule
9-13
Stadtgeschehen
14 -27
Veranstaltungskalender
28-29
Geschichten aus dem Stadrarchiv:
Das 3. Internationale Thiersee-Bergrennen 19
Neues aus unserer Leader-Region
27
städtisches Kulturprogramm
30-31
Veranstaltungsrückblick und -ausblick 33-34
Politik amWort
35 -38
I
Gesundheit kostet Geld
Mag. Martin
Krumschnabel
Bürgermeister
der Stadt
Kufstein
Impressum
Medieninhaber und Herausgeber: Stadtgemeinde Kufstein,
6330 Kufstein, Redaktion: Pressestelle Stadtmarketing Kuf-
stein, Mag. Carmen Kleinheinz, Beteiligung: zu 100 Prozent im
Eigentum der Stadtgemeinde Kufstein, Auflage: 10.700, Blattli-
nie: Information amtlichen und allgemeinen Charakters, Druck:
Druckerei Aschenbrenner, Kufstein;
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in dieser Informati-
on auf eine geschlechterspezifische Differenzierung (z. B. Rad-
fahrerInnen) verzichtet. Selbstverständlich sind stets Frauen
und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen.
Titelfoto: Stadt Kufstein/Birgit Berger
Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“
des Österreichischen Umweltzeichens.
UW-Nr. 873
Wenn Angabe über Druckerei nicht im Impressummit Firmenname!
UMWELTZEICHEN
m Rahmen der Budgeterstellung für 2017 mussten natürlich auch all
jene Kosten berücksichtigt werden, die letztlich nicht direkt von der
Gemeinde verursacht werden, sondern die wir an andere Gebiets-
körperschaften und Verbände aus gesetzlichen Gründen zu überweisen
haben. Besonders fallen dabei die Kosten für den Betrieb des Bezirkskran-
kenhauses sowie für den Tiroler Gesundheitsfonds ins Gewicht. Alleine
die Kosten für das Bezirkskrankenhaus betragen jährlich € 1,4 Mio. nur für
die Stadt Kufstein, die knapp 20 % der Gemeindebeiträge zu bezahlen hat.
Bei einem Budget von insgesamt rund € 100 Mio., das für das Bezirkskran-
kenhaus für 2017 erstellt wurde, sind Gemeindebeiträge von insgesamt
€ 7,2 Mio. ein immenser Betrag, der wohl auch in den nächsten Jahren unter
keinen Umständen sinken wird. Gestiegene Ärztegehälter sind ebenso wie
steigende Medikamentenkosten ein wesentlicher Teil dieser notwendigen
Finanzierung und es schiene mir daher angebracht, dass hier seitens des
Landes Tirol eine verstärkte Unterstützung unseres Bezirkskrankenhauses
erfolgt. Das hört man beimLand Tirol gar nicht gern, in diesemZusammen-
hang kommt es dann immer wieder zu dem Hinweis, dass man in diesem
Fall dann wohl überlegen müsste, das Bezirkskrankenhaus Kufstein in eine
landesweite Holding einzugliedern. Dagegen wäre ja gar nichts einzuwen-
den, wenn dies die finanziellen Probleme der Krankenversorgung tatsäch-
lich lösen würde. Genau das Gegenteil ist aber der Fall! Krankenhäuser, die
sich im Bereich der Holding befinden, haben wesentlich höhere Abgänge zu
verzeichnen, als unser Bezirkskrankenhaus. Eine Eingliederung in ein Sys-
temdes Landes kann daher wohl nicht die günstigste Lösung sein.
Es wäre angebracht, nunmehr ganz offen alle Zahlen mit dem Land zu dis-
kutieren und darüber Einigung zu finden, ob es nicht im Interesse des Lan-
des liegt, dass Kufstein beispielsweise im Bereich der Onkologie sehr viele
Leistungen selbst anbietet, was für die Bevölkerung ein Segen ist, für das
Krankenhaus in Kufstein aber eine hohe finanzielle Belastung darstellt.
Ebenso müsste es doch objektiv zu klären sein, ob wir in Tirol zu viele oder
zu wenig Ärzte haben, ob es also eine eigene Med-Uni Tirol braucht oder
nicht. Hier wird die Politik mit völlig unterschiedlichen Zahlen versorgt, so-
dass man wohl nicht ernsthaft Entscheidungen mit großer Tragweite tref-
fen kann, wennman sich über die Ausgangspositionen nicht einig ist.
Abseits aller politischen Ränkespiele braucht es hier Klarheit durch Ex-
perten, denn eine Überführung des Bezirkskrankenhauses Kufstein in eine
Landes-Holding wäre wohl ein schlechter Scherz, wenn dadurch die Ge-
meindebeiträge in Wahrheit noch höher würden. Derzeit sieht es ganz da-
nach aus, als wäre dies die Konsequenz daraus, sodass es auch für das Land
Tirol wohl günstiger wäre, das Bezirkskrankenhaus Kufstein mit seiner
umfassenden Versorgung viel mehr zu unterstützen und den Standort ab-
zusichern. Das hat nichts mit Eitelkeiten der Bezirksbürgermeister zu tun,
sondern es geht hier ganz einfach um den Schutz des Steuerzahlers vor un-
nötigen Ausgaben. Ich hoffe sehr, dass diese Klärungen nicht auf die lange
Bank geschoben werden, sondern bereits im Jahr 2017 die Fakten auf dem
Tisch liegen und dann dürfte es nicht schwierig sein, die richtige Entschei-
dung zu treffen.
Mag. Martin Krumschnabel
Bürgermeister der Stadt Kufstein




