37
Manche Traditionen sind zu schön, als dass man zu-
lassen könnte, dass sie verschwinden. Das Vorsilves-
terfeuerwerk in Kufstein gehört für mich ebenso sehr
zum Jahresbeginn wie der Radetzky-Marsch beim
Neujahrskonzert. Ein Feuerwerk ist mehr als Farbe,
Knall und Rauch. Es ist ein Zeichen der Freude, ein
Fest. Man feiert den Beginn einer neuen Zeit. Und das
gelingt am besten mit einem Hauch von Zauber, mit
jenem Staunen in unseren Augen angesichts der feu-
rigen Farbenpracht am Wintersternenhimmel über
der strahlenden Burg.
Es freut mich, dass das neue Konzept, bei dem es
Kufsteiner Gastronomiebetrieben selbst freistand,
sich mit einem Reigen von Ideen in die Feierlich-
keiten einzubringen, so regen Anklang gefunden hat.
Über 4000 Besucher*innen konnten das Feuerwerk
vom Stadtzentrum aus genießen – wohl mit etwas
mehr Besinnlichkeit als in den letzten Jahren. Das
Vorsilvester wurde gewissermaßen den Kufsteiner-
innen und Kufsteinern zurückgegeben – und das ist
schön.
Kulturell wird sich dieses Jahr viel ereignen. Höhe-
punkte aller Genres warten auf uns. Mit der
Eröffnung der beiden Säle im neuen Kultur-
quartier wird Kufsteins Kunst- und Kul-
turszene ein neues Zentrum bekommen.
Ich freue mich schon auf viele Theater-
stücke unserer regen Vereine, auf viele
Konzerte unserer emsigen Musikveran-
stalter*innen – von der Klassik, über Jazz
bis hin zu Doom Metal. Ich freue mich auf
Lesungen, auf Kabarett, auf Vernissagen, auf den
Operettensommer, auf Feste und Umzüge, auf zeit-
kritische Vorträge, auf Film-Vorführungen und mehr.
2017 wird wieder ein buntes Jahr der vielfältigen
Kulturangebote werden und ich bin stolz und froh
meinen Beitrag leisten zu können, damit sich Kul-
turschaffende in unserer Stadt wohlfühlen und sich
möglichst frei entfalten können. Auch das Kufsteiner
Kulturforum als Ort des Austausches und der Ideen-
findung wird es wieder einige Male geben.
Ich freue mich auf das Kulturjahr 2017.
Mit feuriger Farbenpracht ins neue Jahr!
GRMag. Dr.
Klaus Reitber-
ger
, MSc
Fachhochschul-
und Kulturre-
ferent;
Die Parteifreien
Budgeteckpunkte für den Bildungs- und
Integrationsbereich
Die Budgetverhandlungen für 2017 waren sowohl
für den Bildungs- als auch Integrationsbereich er-
freulich. Der erste Bauabschnitt für das Schul-
zentrum Sparchen wird realisiert, wobei auch
Kindergartenplätze entstehen, die für eine schnell
wachsende Stadt wie Kufstein unbedingt erforderlich
sind. Ich weise aber auch deutlich darauf hin, dass
alle Volksschulen bereits in absehbarer Zeit weiter
ausgebaut werden müssen. Neben den steigenden
SchülerInnen-Zahlen sind zunehmend Räume für
inklusive Settings bereit zu stellen. Gesetzlich fest-
gelegte Änderungen in der Schuleingangsphase und
ein differenzierter Unterricht können nicht mehr wie
bisher in einem einzigen Klassenraum stattfinden.
Offene, gemeinsame und individuelle Lernräume
sind Voraussetzung, um auf die unterschiedlich zu-
sammengesetzten Klassen entsprechend zu reagie-
ren.
Es war mir ebenso ein großes Anliegen, im dies-
jährigen Budget eine Konzepterstellung für die
Weiterentwicklung der Ferienbetreuung und der Pro-
fessionalisierung der schulischen Tagesbetreuung
zu verankern. Das bestehende Angebot war gut
und bisher ausreichend, steigende Anmel-
dezahlen verlangen jedoch nach zusätz-
lichen Angeboten. Rechtzeitig vor dem
Sommer werden erste Maßnahmen prä-
sentiert werden können.
Der Integrationsbereich musste bisher mit
einem sehr geringen Budget das Auslan-
gen finden, vergleichbar mit den Ausgaben
für Sicherheitsmaßnahmen für zwei Fußball-
spiele in Kufstein von großen Fußballclubs. Im Hin-
blick auf den doch beachtlichen Anteil an Menschen
mit Migrationshintergrund in unserer Stadt eine sehr
bescheidene Summe, die aufgestockt werden konn-
te. Ich werde mit diesen Mitteln den Fokus auf Maß-
nahmen richten, die Menschen aus anderen Ländern
unser Bildungsverständnis näher bringen. Damit
verknüpft sind Projekte zum besseren Erlernen der
deutschen Sprache. Diese Fähigkeit ist der Schlüssel
zu einer gelingenden Kommunikation und letztend-
lich zu Beschäftigung und sinnstiftender Lebensge-
staltung.
GR Dipl.-Päd.
Birgit Ober-
müller, BEd
MA
Obfrau und
Referentin des
Ausschusses
für Bildungsan-
gelegenheiten;
Obfrau und
Referenten des
Ausschusses für
Integration;
Die Parteifreien




