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Manche Traditionen sind zu schön, als dass man zu-

lassen könnte, dass sie verschwinden. Das Vorsilves-

terfeuerwerk in Kufstein gehört für mich ebenso sehr

zum Jahresbeginn wie der Radetzky-Marsch beim

Neujahrskonzert. Ein Feuerwerk ist mehr als Farbe,

Knall und Rauch. Es ist ein Zeichen der Freude, ein

Fest. Man feiert den Beginn einer neuen Zeit. Und das

gelingt am besten mit einem Hauch von Zauber, mit

jenem Staunen in unseren Augen angesichts der feu-

rigen Farbenpracht am Wintersternenhimmel über

der strahlenden Burg.

Es freut mich, dass das neue Konzept, bei dem es

Kufsteiner Gastronomiebetrieben selbst freistand,

sich mit einem Reigen von Ideen in die Feierlich-

keiten einzubringen, so regen Anklang gefunden hat.

Über 4000 Besucher*innen konnten das Feuerwerk

vom Stadtzentrum aus genießen – wohl mit etwas

mehr Besinnlichkeit als in den letzten Jahren. Das

Vorsilvester wurde gewissermaßen den Kufsteiner-

innen und Kufsteinern zurückgegeben – und das ist

schön.

Kulturell wird sich dieses Jahr viel ereignen. Höhe-

punkte aller Genres warten auf uns. Mit der

Eröffnung der beiden Säle im neuen Kultur-

quartier wird Kufsteins Kunst- und Kul-

turszene ein neues Zentrum bekommen.

Ich freue mich schon auf viele Theater-

stücke unserer regen Vereine, auf viele

Konzerte unserer emsigen Musikveran-

stalter*innen – von der Klassik, über Jazz

bis hin zu Doom Metal. Ich freue mich auf

Lesungen, auf Kabarett, auf Vernissagen, auf den

Operettensommer, auf Feste und Umzüge, auf zeit-

kritische Vorträge, auf Film-Vorführungen und mehr.

2017 wird wieder ein buntes Jahr der vielfältigen

Kulturangebote werden und ich bin stolz und froh

meinen Beitrag leisten zu können, damit sich Kul-

turschaffende in unserer Stadt wohlfühlen und sich

möglichst frei entfalten können. Auch das Kufsteiner

Kulturforum als Ort des Austausches und der Ideen-

findung wird es wieder einige Male geben.

Ich freue mich auf das Kulturjahr 2017.

Mit feuriger Farbenpracht ins neue Jahr!

GRMag. Dr.

Klaus Reitber-

ger

, MSc

Fachhochschul-

und Kulturre-

ferent;

Die Parteifreien

Budgeteckpunkte für den Bildungs- und

Integrationsbereich

Die Budgetverhandlungen für 2017 waren sowohl

für den Bildungs- als auch Integrationsbereich er-

freulich. Der erste Bauabschnitt für das Schul-

zentrum Sparchen wird realisiert, wobei auch

Kindergartenplätze entstehen, die für eine schnell

wachsende Stadt wie Kufstein unbedingt erforderlich

sind. Ich weise aber auch deutlich darauf hin, dass

alle Volksschulen bereits in absehbarer Zeit weiter

ausgebaut werden müssen. Neben den steigenden

SchülerInnen-Zahlen sind zunehmend Räume für

inklusive Settings bereit zu stellen. Gesetzlich fest-

gelegte Änderungen in der Schuleingangsphase und

ein differenzierter Unterricht können nicht mehr wie

bisher in einem einzigen Klassenraum stattfinden.

Offene, gemeinsame und individuelle Lernräume

sind Voraussetzung, um auf die unterschiedlich zu-

sammengesetzten Klassen entsprechend zu reagie-

ren.

Es war mir ebenso ein großes Anliegen, im dies-

jährigen Budget eine Konzepterstellung für die

Weiterentwicklung der Ferienbetreuung und der Pro-

fessionalisierung der schulischen Tagesbetreuung

zu verankern. Das bestehende Angebot war gut

und bisher ausreichend, steigende Anmel-

dezahlen verlangen jedoch nach zusätz-

lichen Angeboten. Rechtzeitig vor dem

Sommer werden erste Maßnahmen prä-

sentiert werden können.

Der Integrationsbereich musste bisher mit

einem sehr geringen Budget das Auslan-

gen finden, vergleichbar mit den Ausgaben

für Sicherheitsmaßnahmen für zwei Fußball-

spiele in Kufstein von großen Fußballclubs. Im Hin-

blick auf den doch beachtlichen Anteil an Menschen

mit Migrationshintergrund in unserer Stadt eine sehr

bescheidene Summe, die aufgestockt werden konn-

te. Ich werde mit diesen Mitteln den Fokus auf Maß-

nahmen richten, die Menschen aus anderen Ländern

unser Bildungsverständnis näher bringen. Damit

verknüpft sind Projekte zum besseren Erlernen der

deutschen Sprache. Diese Fähigkeit ist der Schlüssel

zu einer gelingenden Kommunikation und letztend-

lich zu Beschäftigung und sinnstiftender Lebensge-

staltung.

GR Dipl.-Päd.

Birgit Ober-

müller, BEd

MA

Obfrau und

Referentin des

Ausschusses

für Bildungsan-

gelegenheiten;

Obfrau und

Referenten des

Ausschusses für

Integration;

Die Parteifreien